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Gemeindeversammlung

Zum Nachlesen hier die Berichte aus der Gemeindeversammlung, die am 28.9.08 unter der Leitung von Rainer Soldinger stattfand.

1. Bericht aus dem Kirchengemeinderat

2. Ortskirchgeld

3. Bau und Finanzen

1. Bericht aus dem Kirchengemeinderat

Seit der letzten Gemeindeversammlung am 14. Oktober 2007 mit der Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten haben wir im Kirchengemeinderat eine in jeder Hinsicht bewegte und herausfordernde Zeit erlebt.

Den Auftakt bildete die feierliche Einführung des neu gewählten Leitungsgremiums am 3. Advent 2007, bei dem wir neun Kirchenälteste in ihr Amt einführen konnten.

Nach dieser Freude wurde uns allen, nicht nur dem Kirchengemeinderat, auch dem Kirchenchor und den Wanderfreunden der Männertour, eine schwere Last auferlegt: Unser Kirchenältester Werner Dahn, den wir so sehr in unserer Mitte geschätzt haben, erlitt einen schweren Herzinfarkt und eine große Gemeinde nahm dann schon wenige Wochen später, am 26. Januar von ihm Abschied. Wir vermissen Werner noch immer, uns fehlen sein Humor und seine ruhige und freundliche Art. Und doch sind wir dankbar, dass wir ihn kennen durften und wissen uns mit ihm verbunden durch die Hoffnung auf die Auferstehung - an seinem Grab findet sich am weißen Holzkreuz auch unser Farbkreuz aus Glas, das wir im letzten Jahr allen Mitarbeitenden zukommen ließen.

Nun haben wir im Kirchengemeinderat dennoch und trotz allem unsere Arbeit aufnehmen und organisieren müssen, haben Schwerpunkte gebildet und Zuständigkeiten organisiert.

Im Folgenden will ich, unserer Grundüberzeugung folgend, dass wir als christliche Gemeinde einladende Gemeinde sein wollen, ein paar Themen und Aspekte nennen, die uns beschäftigt haben und die im zurückliegenden Jahr wichtig wurden.

1.1 Gottesdienste und Abendgebete

Wer einladende Gemeinde sein will, der wird die Einladung Gottes an den Menschen zu Nachfolge Jesu Christi immer wieder in den Mittelpunkt der Arbeit stellen. Unsere Gottesdienste in Wössingen leben davon, dass immer wieder Menschen daran beteiligt sind, und sie leben von der Musik! An dieser Stelle darum auch unser Dank an den Kirchenchor und den Posaunenchor, deren Aufgabe es ja ist, mit ihrem Dienst das Leben der Gemeinde zu bereichern. In vielfältiger Weiser ist das geschehen, an Höhepunkten wie an ganz normalen Sonntagen - Danke allen, die sich in der Kirchenmusik engagieren, auch unseren Organistinnen und Organisten!

Neben den Gottesdiensten, die wir in vielfältiger Gestalt feiern, laden wir die ganze Gemeinde zu Abendgebeten, in der Regel vor den KGR-Sitzungen, sowie zum Sing&Pray-Abend, auch donnerstags abends in die Kirche bzw. ins Gemeindehaus ein. Weil die beiden Pole unseres Arbeit Sammlung und Sendung sind, Aktion und Kontemplation, Beten und das Tun des Rechten, darum wollen wir an dieser Praxis festhalten und zum Gebet einladen.

Erfreulich ist m.E. auch, dass wir im Rahmen der Evang. Allianz den einen oder anderen Berührungspunkt haben, nicht nur bei der Allianzgebetswoche im Januar, die ja sich in der Form ein wenig verändert hat, sondern auch beim Sing&Pray-Abend sowie bei den Lobpreisabenden, die viermal im Jahr stattfinden. Außerdem treffen sich die Leiter der Gemeinschaften und Gemeinden zum monatlichen Gebetsfrühstück.

Liebe Gemeinde, auch wenn wir unterschiedliche Frömmigkeitsstile haben - es lohnt sich, dass wir aufeinander zugehen, jeder mit seinem Standpunkt, einander zuhören und einander so sein lassen, und dennoch miteinander singen und beten können, das ist sehr wertvoll und wichtig in einer Zeit, wo wir Christen oft kaum mehr wahrgenommen werden. Ich will Sie alle ermutigen: Gehen Sie auf andere Christen zu, keiner muss den anderen auf seine Seite ziehen, wir sind alle nur Gäste, nur Gäste am Tisch des Herrn, nur Gast auf Erden!

Zum Beten gehört auch unser Fürbittenbuch, das wir in der Kirche seit Palmsonntag ausgelegt haben, und bei dem wir Sie alle ermutigen möchten, ihre Anliegen einzutragen, damit wir im Gottesdienst dafür beten können - ohne das Gebet wird die Kirche nicht überleben können, oder sie wird sich jedem Zeitgeist öffnen und sich verlieren.

1.2 Gastfreundliche Gemeinde - für Jung und Alt

Einige Punkte sind hier zu nennen, die uns in der Frage nach einer einladenden Gemeinde immer wieder beschäftigen. Zum einen ist es unsere Trägerschaft der Kindertagesstätte "Oberlinhaus", die uns manche Arbeit kostet, die aber auch viel Freude macht. Die Arbeit besteht meist in finanziellen oder personellen Herausforderungen, denn in keinem Arbeitszweig der Kirche wandelt sich so schnell, was "dran ist", wie in der Kita-Arbeit: Neue Brandschutzverordnungen, andere Betreuungsformen, neue Hygiene- und Gesundheitsvorschriften, usw. und alles will beraten und beschlossen sein. Dennoch sagen wir bei aller Mühe: Für eine so große christliche Gemeinde wie die Wössinger ist es unerlässlich, auch für die Kleinsten eine fundierte und professionelle Elementarerziehung zu gewährleisten. Wir folgen dabei dem Wort Jesu, der die Kinder in seine Nähe ruft und sind froh und dankbar, dass wir mit Frau Motzer (geb. Becker) und dem Team der Erzieherinnen Menschen haben, die mit Herz und Verstand diesen Dienst tun und dabei das Evangelium von Jesus Christus freudig und kindgerecht weitersagen.

Was dazu im Kindergottesdienst-Team geschieht, ist einfach eine Freude und die zunehmend auch jüngeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen mit dem "KigoPlus" einfach eine ganz tolle Arbeit. Seit wir das Konzept des KigoPlus haben, zu dem etwa alle 4-6 Wochen eingeladen wird, kommen erfreulicherweise wirklich wieder sehr viele Kinder in den Kindergottesdienst, waren es doch beim wöchentlichen Kigo am Ende nur noch wenige Kinder. Die Chance des KigoPlus: ein ganzes Team bereitet sich vor, jede und jeder mit der Begabung, die er oder sie hat, und dadurch wird auch den Kindern auf vielfältige Weise die Botschaft von Jesus Christus weitergegeben: Durch Spielen, ein Theaterstück, Singen und Beten, Basteln und Tanzen - je nach Neigung erleben die Kinder die Gute Nachricht und die Mitarbeitenden sind hinein genommen in eine schöne MA-Gemeinschaft. Im Moment - jetzt auch gerade wieder, während wir hier in der Kirche sind - treffen sich so zwischen 25 und 40 Kinder zum KigoPlus, eine tolle Sache!

Für den Bereich der Jugendlichen ist zu sagen, dass wir in der Verantwortung des CVJM mit dem Projekt "Der Jugend Räume schaffen", das nun abgeschlossen ist, eine gute Basis gelegt haben für weitere Ideen und Angebote für Jugendliche. Hier gilt mein Dank den Verantwortlichen aus dem Vorstand des CVJM, die nicht nur Jugendliche für das Projekt begeistert haben, sondern auch alle selbst tatkräftig mitgeholfen haben.

Am Ende der Aufzählung, aber mit immer mehr Gewicht, stehen die Senioren, deren Bedürfnisse und Fragen wir ernst nehmen. Nicht nur, dass in beiden Senioreneinrichtungen am Kronengarten und am Losenberg mittwochs Gottesdienste stattfinden und sich ein starker Freundeskreis für diese Menschen engagiert.

Durch die enge Verbindung zum Krankenpflegeverein und zu den Einrichtungen der Diakonie haben wir uns immer wieder mit Fragen der Seniorenbetreuung beschäftigt und sehen uns in der Pflicht, auch an der geplanten Seniorenbegegnungsstätte der Gemeinde Walzbachtal aktiv mitzuwirken. Wohl wissend, dass nicht alle alles machen können, sehe ich an dieser Stelle doch die Notwendigkeit, dass wir als Kirchengemeinde mit im Boot sind, wenn es darum geht, Räume und Zeiten der Begegnung zu schaffe, nicht zuletzt für die Neubürger, die sich nicht in Vereinen und Gruppen organisieren, sondern im Alter andere Wege suchen. Für solche Menschen möchten wir da sein und sie zu einem Leben in der Gemeinde einladen.

1.3 Gastfreundliche Gemeinde - der gedeckte Tisch

Als ein Leitmotiv für unsere Gemeindearbeit hat sich der Tisch des Herrn, bei dem wir im Abendmahl Brot und Wein empfangen, als die strahlende Mitte erwiesen. Gott deckt uns den Tisch, diese Erfahrung des 23. Psalms wollen wir weitergeben, bei den Festen der Kirchengemeinde, beim Gemeindefest, beim Kirchenkaffee, zu dem wir immer wieder einladen, und auch durch eine ansprechende Gestaltung der Räume. Dass wir dabei immer mehr "Gottes Gastfreundschaft im Leben der Gemeinde" (Wolfgang Vorländer) entdecken, das ist unser Wunsch und unser Gebet für unsere Kirchengemeinde. Zu solcher Gastfreundschaft gehören auch: Die zarten Kontakte im Bereich der Ökumene. Ökumene, das bedeutet ja nicht nur, dass wir zu den röm.-kath. Geschwistern Verbindung suchen, Ökumene, das bedeutet auch, andere Konfessionen und andere Kirchen, auch Freie Gemeinden und Werke zu sehen, die im Reich Gottes aktiv sind. Ökumene, das bedeutet auch, die Verantwortung in dieser "einen Welt" zu sehen, weshalb wir ja auch seit einiger Zeit Produkte wie Kaffee und Schokolade aus "fairem Handel" anbieten. Wer Gottes Gast gewesen ist, wer wie wir immer wieder an den gedeckten Tisch sitzen darf, der sieht auch die Not des anderen, und setzt sich freudig dafür ein, dass geholfen wird. Unsere Kollekten am Ende der Gottesdienste sind in der Regel auch solche Zeichen der Verbundenheit mit anderen Christen und anderen Regionen der Erde.

Anders ist dies mit unserem Ortskirchgeld, das wir in diesem Jahr zum ersten Mal erheben, es wird ja, wie wir noch hören werden, dem Gemeindehaus zugute kommen. Auch sonst wollen wir bei uns darauf achten, auch durch Kleinigkeiten, dass Menschen sich in unseren Räumen wohl fühlen und - damit ist nicht nur eine schöne Dekoration gemeint - dass sie sich zurecht finden, wenn sie neu sind, und dass sie angesprochen werden, wenn sie alleine stehen.

Dazu, liebe Gemeinde, sind wir alle in der Verantwortung, auf neue Menschen zuzugehen, sie zur Gemeinde einzuladen, zB zu den Angeboten für Frauen wie Frauenfeierabend, Frauenbibelkreis oder Frauenkreis, und genauso für Männer, wie zB dem Männervesper oder der Männerwanderung oder was es auch ist. Gemeinschaft entsteht da, wo Menschen an einem Tisch sitzen - diese Erfahrung machen wir immer wieder und dafür setzen wir uns gerne ein.

1.4 Gastfreundliche Gemeinde - ein Ausblick

Neu ist und das wird uns in der Nov-Sitzung beschäftigen, dass die Kirchengemeinde z.Zt. prüft, ob sie sich dem von der Landeskirche angebotenen Projekt "Grüner Gockel" anschließt. Dabei geht es - verkürzt gesagt - um einen Prozess, bei dem die Kirchengemeinde ihre Gebäude und ihren Energieverbrauch einmal genauer unter die Lupe nimmt und sich dazu von der Evang. Landeskirche beraten lässt. Am Ende steht ein Umweltzertifikat, das sich sehen lassen kann, und das ein Zeichen sein will: Wir nehmen ernst, was uns im Schöpfungsauftrag der Bibel gesagt ist, nämlich dass wir die Erde bebauen und "bewahren" (!) sollen. Der Kirchengemeinderat wird sich damit noch intensiver beschäftigen.

Weiterhin steht für uns an, dass wir uns an einem Klausurtag im Januar mit Fragen des Gottesdienstes und der Liturgie beschäftigen wollen. Ein neuer sog. "Liturgischer Wegweiser" der Landeskirche gibt dabei Anhaltspunkte, was im gottesdienstlichen Geschehen zu bedenken ist und was landeskirchenweite Praxis ist. Die neue "Lebensordnung Abendmahl" z.B., die die Landeskirche im Rahmen einer Grundordnungsnovelle erlassen hat, wollen wir betrachten und die eigene Praxis vor Ort dadurch reflektieren und immer wieder auch dazu lernen.

Nun schließe ich meinen Bericht mit dem Hinweis, dass wir als Kirchengemeinderat sowohl in der Verantwortung für Finanzen und Gebäude, aber auch als Ältestenkreis in der Verantwortung für Gottesdienst und Gemeindeaufbau eine Fülle von Einzelthemen vor uns haben, und dass wir weiterhin auf das Vertrauen und die Fürbitte der Gemeinde angewiesen sind. Paulus sagt es in Gal 6, 2 so: "Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen".

Christoph Lang


2. Ortskirchgeld

Viele von Ihnen haben in den letzten Tagen einen Brief von uns erhalten, einen Brief mit der Bitte um Ortskirchgeld. Warum und wofür - das haben wir auch dazu geschrieben - eigentlich brauche ich da gar nicht viel ergänzen. Trotzdem möchte ich noch ein paar Worte dazu sagen.

Als allererstes - und das ist uns besonders wichtig: das Ortskirchgeld ist freiwillig! Niemand muss auch nur einen Cent überweisen. Und auch das angegebene Rechenbeispiel ist nur ein Vorschlag, keiner muss sich daran halten.

Und jeder, der soundso schon Kirchensteuer zahlt ist gar nicht gemeint. Der soll nur den für ihn bestimmten Absatz lesen: Allen Kirchensteuerzahlern und -zahlerinnen sagen wir hiermit herzlichen Dank! Sie geben unserer Arbeit die finanzielle Basis.

Wir Kirchengemeinderäte haben die Aufgabe, darüber zu entscheiden, wofür die Einnahmen aus der Kirchensteuer ausgegeben werden. Und das Schwierige daran ist, dass wir fast kaum Gestaltungsspielraum haben. Die fixen Kosten fressen fast alles auf, Kirche, Gemeindehaus, Kindergarten, ich will Sie nicht mit Einzelheiten langweilen, Sie können sich sicher vorstellen, dass da für viel Wünschenswertes gar kein Geld übrig bleibt.

Das Rechnungsamt hat uns dringend aufgefordert, als Gegenmaßnahme zur angespannten Haushaltslage etwas zu unternehmen. Die meisten Vorschläge haben uns gar nicht gefallen, z.B. Einsparungen im Personalbereich. Da viele Gemeinden schon gute Erfahrungen mit dem Ortskirchgeld gemacht haben, haben wir uns für diesen Vorschlag entschieden.

Wichtig ist uns, dass Sie genau wissen, wofür wir das Geld ausgeben. Wir haben ein tolles Gemeindehaus, das intensiv genutzt wird, aber nach so langer Zeit sind viele Renovierungen notwendig. Die Außenrenovierungen sind dank vielen Spenden und ehrenamtlicher Arbeit abgeschlossen aber innen wartet noch viel Arbeit. Ganz an erster Stelle steht für uns die Renovierung des Gruppenraumes im Obergeschoss. Durch die Anschaffung von neuem Mobiliar und einigen kleinen Veränderungen soll ein gemütlicher Gruppenraum entstehen, der sich auch für kleine Gesprächsrunden, Andachten oder Gruppenarbeit nutzen lässt. Dafür wollen wir die Einnahmen aus dem Ortskirchgeld nutzen.

Wir sind sehr dankbar, dass wir hier in Wössingen eine lebendige Gemeinde haben, dass so viele bereit sind, mitzuarbeiten, mitzudenken und auch - sei es durch Kirchensteuern oder durch Spenden - mitzubezahlen. Und darum hoffe ich auch auf Verständnis für unser Vorgehen.

Und bitte denken Sie dran, dass jeder selbst entscheidet, ob und wie viel er zahlt!!!

Marion Parsch


3. Bau und Finanzen 2008

Nachfolgend einen Überblick über unsere Finanzen.

KiTa Ausgaben 2008
Personal451.000 €
Gebäude Erhaltung4.000 €
Energie13.000 €
Serviceamt12.000 €
Lebensmittel5.000 €
Sonstiges19.000 €
Gesamtausgaben504.000 €

KiTa Einnahmen 2008
Elternbeiträge86.000 €
Zuschüsse Land26.000 €
Gemeinde Walzbachtal366.000 €
Kirchengemeinde26.000 €
Gesamteinnahmen504.000 €

Kirchengemeinde Ausgaben 2008
Personalkosten42.000 €
Heizung9.000 €
Strom Wasser3.500 €
Zins und Tilgung5.000 €
Gebäudeerhaltung15.000 €
Sonstiges31.500 €
Summe Ausgabe106.000 €

Kirchengemeinde Einnahmen 2008
Steuerzuweisung
Landeskirche
94.500 €
Opfer und Spenden
(Geplant)
11.500 €
Summe106.000 €

Gesamthaushalt 2008
Kita504.000 €
Kirchengemeinde106.000 €
Gesamthaushalt 610.000 €

Schulden Stand 31.12.2007
Kirche12.000 €
Gemeindehaus4.200 €
Pfarrhaus17.000 €
KiTa6.200 €
Summe39.400 €
 
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